Porsche 956

Für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und die Sportwagen-Weltmeisterschaft 1982 entwickelt Porsche den 956. Der Boden des Rennwagens erzeugt durch Diffusoren bei der Fahrt einen Unterdruck, der den 956 an die Fahrbahn saugt. Diese bei Prototypen neuartige Technik ermöglicht sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten und verleiht dem Porsche einen entscheidenden Vorsprung. Das Debüt in Le Mans endet mit einem Dreifachsieg, der Werksfahrer Jacky Ickx gewinnt die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Der 956 und das Nachfolgemodell 962 C beherrschen den Langstreckensport bis zum Ende der 1980er-Jahre. Der Wagen mit der Chassisnummer 956107 dient als Versuchsträger unter anderem bei der Entwicklung des TAG Turbomotors. Das Formel-1-Triebwerk absolviert die ersten Testkilometer am 6. Mai 1983 auf der Versuchsstrecke in Weissach im 956. Im Herbst desselben Jahres ist der Wagen – nun perlmuttweiß lackiert– am Stand der Porsche AG auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt zu sehen. Schließlich übernimmt das Porsche Museum den 956, der nun die Farben des Werksteams der 1980er-Jahre trägt.

Jahr: 1982
Motor: 6-Zyl. Boxer, Turbo
Hubraum: 2.649 ccm
Leistung: 456 kW (620 PS)
Gewicht: 850 kg
Höchstgeschwindigkeit: 360 km/h

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