Touring-Philosophie hat bei Porsche Tradition

Historie

Das „T“ steht bei Porsche traditionell für Touring und ist gleichbedeutend mit Fahrvergnügen in besonders reiner Form. Erstmals in den Vordergrund tritt eine Touring-Variante im Herbst 1967 mit dem Debüt des 911 T. Als neues Einstiegsmodell in die Sportwagen-Baureihe zeichnet er sich durch ein besonders vorteilhaftes Preis-Leistungsverhältnis und eine Serienausstattung aus, die sich wie im Porsche 912 (mit Vierzylinder-Boxermotor) auf das Wesentliche konzentriert. Der Motor des 911 T besitzt – ebenso wie der 718 T heute – zwei Liter Hubraum, aus denen der Sechszylinder-Boxer 110 PS schöpft. Sie verleiht dem 1.080 Kilogramm leichten 911 T sein agiles Temperament inklusive einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles 4-Gang-Getriebe, eine 5-Gang-Schaltung steht optional zur Wahl.

Seinen besonderen Platz in der Porsche-Geschichte verdankt dieses Modell einem herausragenden sportlichen Erfolg: 1968, also vor gut 50 Jahren, gewannen die Werksfahrer Vic Elford/David Stone am Steuer eines 180 PS starken 911 T die Rallye Monte Carlo – der erste große Sieg eines Elfers auf internationalem Motorsportparkett.

911 Carrera Clubsport: Exklusives Leichtbaumodell

Der Touring-Philosophie folgt auch der 911 Carrera Clubsport ab Modelljahr 1987: Die spartanische Leichtbauversion übt sich speziell im Innenraum in Verzicht. Die Rücksitzanlage und elektrische Fensterheber entfallen ebenso wie die automatische Heizungsregelung, die Beifahrer-Sonnenblende, die Kleiderhaken und Deckel der Türablagen. Nebelscheinwerfer, Motor- und Kofferraumbeleuchtung, Unterbodenschutz und ein Großteil der Dämmstoffe zählen ebensowenig zur Serienausstattung. Dafür kommen Front- und Heckspoiler, ein straffes Sportfahrwerk und ein kurzer Schalthebel sowie ein „CS Clubsport“-Schriftzug auf dem vorderen linken Kotflügel hinzu.

Der 3,2 Liter große und 231 PS starke Sechszylinder bleibt unverändert, darf jedoch 300/min höher drehen. Noch wichtiger aber: Dank eines um 50 Kilogramm auf 1.160 kg reduzierten Leergewichts hat der luftgekühlte Boxermotor mit dem 911 Clubsport besonders leichtes Spiel.

968 CS Coupé: Vierzylinder mit viel Hubraum und wenig Gewicht

Weniger ist mehr: Diesem Motto fühlt sich 1993 auch der Porsche 968 CS Coupé verpflichtet. Der Transaxle-Sportwagen vereint den hubraumgrößten und drehmomentstärksten Vierzylinder-Saugmotor seiner Zeit mit nahezu idealer Gewichtsverteilung und brillantem Handling. Gegenüber dem 1.370 Kilogramm wiegenden Serienmodell bringt die Clubsport-Variante 50 Kilogramm weniger auf die Waage. Dies verdankt sie in erster Linie ihren leichten Schalensitzen und einer kleineren Batterie, dem Verzicht auf Abdeckungen und Dämmungen, Rücksitze und Airbags sowie dem Verzicht auf elektrische Komfortdetails wie Fensterheber, Zentralverriegelung und Außenspiegelverstellung. Dafür gibt es ein 360 Millimeter großes Dreispeichen-Sportlenkrad, 17-Zoll-Leichtmetallräder und ein Sportfahrwerk, das den Schwerpunkt des 968 CS Coupé serienmäßig um gut 20 Millimeter senkt. Der 3,0-Liter-Vierventiler mit VarioCam-Verstellung der Einlassnockenwelle bleibt unverändert 240 PS stark und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 252 km/h sowie eine Beschleunigung auf 100 km/h in 6,5 Sekunden.

911 Carrera T (991 II): Dynamikorientierte Serienausstattung

2018 hat Porsche mit dem 911 Carrera T der Baureihe 991 das puristische „Touring“-Konzept wieder auferstehen lassen. Seine Kennzeichen: weniger Gewicht, kürzer übersetztes Handschaltgetriebe und Heckantrieb mit mechanischer Hinterachs-Quersperre für mehr Performance und intensiven Fahrspaß. Basierend auf dem 911 Carrera leistet auch das zweisitzige T-Modell 272 kW (370 PS) und verfügt ab Werk über Ausstattungsmerkmale, die es für den 911 Carrera nicht gibt – so etwa das PASM-Sportfahrwerk mit 20 Millimeter Tieferlegung, das gewichtsoptimierte Sport Chrono-Paket, den verkürzten Schalthebel mit rotem Schaltschema und die Stoffmittelbahnen in Sport-Tex. Die Hinterachslenkung, die für den 911 Carrera nicht zu haben ist, bietet Porsche für den 911 Carrera T optional an.

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