Porsche 917/20

1971

Ein Unikat ist der 917/20 von 1971. Für das Rennen in Le Mans soll nach dem Protokoll einer Besprechung in Zuffenhausen vom 22. Juni 1970 ein „Coupé mit geringerem Luftwiderstand als heute, jedoch mit gleichen Abtriebsverhältnissen“ entwickelt werden. Es entsteht ein 917 Kurzheck mit sehr voluminöser Karosserie – die „Dicke Berta“. Nach Langheck, Kurzheck und Kurzheck mit seitlichen Finnen ist es die vierte Bauform des 917, die eine Kombination aus den verschiedenen Varianten darstellt. Sie ist mit 2,21 Meter knapp 24 Zentimeter breiter als die Kunststoffhaut des konventionellen 917. Bei unveränderter Spurweite sitzen die Räder tief in den Radkästen. Die Front ist so flach wie die des neuen 917 Langheck, aber kürzer. Die üppigen Rundungen des Rennwagens inspirieren das Porsche Design Studio zur Lackierung in Rosarot und zur Markierung einzelner Partien nach Metzger-Art. Ein Name ist schnell gefunden: die „Sau“. Der 917/20 avanciert zum meistfotografierten Rennwagen in Le Mans 1971 und liegt mit der Fahrerbesatzung Willi Kauhsen und Reinhold Joest auf Platz sechs, als ein Unfall morgens um 3.19 Uhr den Einsatz beendet.

Jahr: 1971
Motor: 12-Zyl. V 180˚
Hubraum: 4.907 ccm
Leistung: 441 kW (600 PS)
Gewicht: 813 kg
Höchstgeschwindigkeit: 360 km/h

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