1998 - 2007

Historie

1998

Finale: Sandrine Testud (FRA) - Lindsay Davenport (USA) 7:5 6:3
Siegerpreis: Porsche 911 Carrera 4 Cabriolet
Preisgeld: 450.000 US Dollar

Hausherr Dieter Fischer feierte seinen 60. Geburtstag. Was ihn besonders freute: Erstmals nach 1985 meldete sich Stefanie Graf wieder für sein Turnier. Später verhinderte aber eine Verletzung der Schlaghand ihr Comeback auf den Fildern. Professor Ferdinand "Ferry" Porsche, der große Freund und Förderer des Grand-Prix, war verstorben. Zuletzt hatte er 1996 der jungen Martina Hingis ihren Preis - einen Boxster - übergeben. Jetzt blieb sein Platz auf der Tribüne leer

1999

Finale: Martina Hingis (SUI) - Mary Pierce (FRA) 6:4 6:1
Siegerpreis: Porsche Boxster S
Preisgeld: 500.000 US Dollar

Manchmal sind es nicht nur die spektakulären Spielszenen, die den Zuschauern Freude bereiten. Es war in der ersten Spielpause des Finales zwischen Martina Hingis und Mary Pierce, als der Applaus für eine Kollegin der beiden durch die Halle rauschte, die oben auf der Ehrentribüne neben dem Porsche-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wendelin Wiedeking saß: Stefanie Graf kam - wenige Wochen nach ihrem offiziellen Abschied vom Turniertennis - als Zuschauerin nach Filderstadt. Martina Hingis hielt ihren Schläger hoch in die Richtung der einstigen Rivalin, als wolle sie ihr sagen: „Komm runter, willst Du nicht für mich weiterspielen?“ Steffi Graf lehnte das Angebot lachend ab. Sie hatte sich längst als Beobachterin in der Szene etabliert, die sie ein Jahrzehnt lang dominierte. Sehr lange währte das Endspielvergnügen nicht: Martina Hingis hatte es eilig, bei ihrem sechsten Auftritt beim Porsche Tennis Grand Prix ihren dritten Porsche zu gewinnen. Dabei behauptete sie später: „Ich bin geduldiger geworden.“

2000

Finale: Martina Hingis (SUI) - Kim Clijsters (BEL) 6:0 6:3
Siegerpreis: Porsche Boxster S
Preisgeld: 535.000 US Dollar

Im Endspiel des Porsche Tennis Grand Prix ging der Stern einer jungen Spielerin auf: Kim Clijsters. Die 17jährige Belgierin wird Filderstadt nicht vergessen: „Ich hatte viel Spaß in dieser Woche und weiß jetzt endlich, wie es sich anfühlt, bei einem wichtigen Turnier im Finale zu stehen." Da war eine einzige Niederlage doch leicht zu verkraften. Denn der Star hieß wieder einmal Martina Hingis. Souverän wie nie zuvor erreichte die Schweizerin im Turbo-Tempo das Finale und sicherte sich dort den Porsche Boxster S. Höflich äußerte die Siegerin dann einen Wunsch: „Ich würde den Boxster gerne in einen Carrera umtauschen." Kein Problem: In solchen Fällen ist bei Porsche das Umtauschrecht natürlich inbegriffen.

2001

Finale: Lindsay Davenport (USA) - Justine Henin (BEL) 7:5 6:4
Siegerpreis: Porsche 911 Targa
Preisgeld: 565.000 US Dollar

Mit dem besten Teilnehmerfeld seiner Geschichte feierte der Porsche Tennis Grand Prix seine 25. Auflage. Martina Navratilova gab im Doppel an der Seite von Arantxa Sanchez-Vicario ein emotionales, aber kurzes Comeback. Anke Huber wurde nach ihrem Aus im Viertelfinale gegen Justine Henin mit stehenden Ovationen gefeiert. Es war der letzte Auftritt der zweimaligen Turniersiegerin in Filderstadt als Spielerin. Kurz darauf beendete sie ihrer aktive Tenniskarriere bei den WTA Championships in München. In Filderstadt wurde Jennifer Capriati zwar neue Weltranglisten-Erste, den Jubiläumssieg sicherte sich aber Lindsay Davenport. Die Amerikanerin setzte sich im Finale gegen Justine Henin durch und nahm dann in ihrem neuen Porsche 911 Targa Platz. Auf dem Weg dorthin musste sie sich durch ein Hauptfeld mit 16 Spielerinnen aus den Top 20 kämpfen.

2002

Finale: Kim Clijsters (BEL) - Daniela Hantuchova (SVK) 4:6 6:3 6:4
Siegerpreis: Porsche Boxster S
Preisgeld: 625.000 US Dollar

Mit der 26. Auflage des Turniers begann eine neue Ära. Porsche übernahm als Titelsponsor die Funktion des Veranstalters. Der bisherige Veranstalter, Dieter Fischer, übertrug das Turnier aus Altersgründen der Dr. Ing. h.c. Porsche AG und sicherte damit die Zukunft des Events. Es war eine freundliche Übernahme mit der festen Absicht von Porsche, den charmanten Charakter des bei Zuschauern und Spielerinnen so beliebten Turniers auf erstklassigem sportlichen Niveau zu bewahren. Die einzige auffällige Veränderung fand den Beifall der Sportwelt: Die zweimalige Turniersiegerin Anke Huber kehrte ein Jahr nach Ende ihrer glanzvollen Karriere als Sportliche Leiterin zu ihrem Lieblingsturnier zurück. Von der Women's Tennis Association (WTA) erhielt Porsche als Veranstalter das Kompliment "Weltklasse", und die sportliche Darbietung hielt mit: 17 Spielerinnen der Top 20 der Weltrangliste schlugen 2002 auf. Nach einem geschichtsträchtigen Halbfinale gegen die Französin Amelie Mauresmo gewann die Belgierin Kim Clijsters mit Kampfgeist das hochkarätige Endspiel gegen die elegante Daniela Hantuchova (Slowakei).

2003

Finale: Kim Clijsters (BEL) – Justine Henin-Hardenne (BEL) 5:7 6:4 6:2
Siegerpreis: Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet
Preisgeld: 650.000 US Dollar

Nach zwei Stunden und elf Minuten hatte Kim Clijsters im inner-belgischen Finale Justine Henin-Hardenne geschlagen und damit nicht nur ihren Titel beim Porsche Tennis Grand Prix verteidigt. Zugleich wehrte die 20jährige den Angriff ihrer Landsmännin ab, die sich daran gemacht hatte, Clijsters von Position eins der Weltrangliste zu verdrängen. Am Rande des Turniers, das mit 18 Spielerinnen aus den Top-20 der Weltrangliste die bestbesetzte WTA-Veranstaltung des Jahres war, verabschiedete sich die Spanierin Arantxa Sanchez-Vicario aus ihrer aktiven Laufbahn – vor ihrem „Lieblingspublikum“ und bei ihrem „Lieblingsturnier“, wie die Doppel-Siegerin von 1992 und 1997 während einer bewegenden Zeremonie auf dem Centre-Court sagte.

2004

Finale: Lindsay Davenport (USA) – Amélie Mauresmo (FRA) 6:2, ret.
Siegerpreis: Porsche 911 Carrera S Coupé
Preisgeld: 650.000 US Dollar

Auch 2004 kam es zu einem Show-down zwischen der amtierenden Nummer 1 und der Nummer 2 der WTA-Weltrangliste: Amélie Mauresmo (Frankreich) schlug im Endspiel gegen Lindsay Davenport (USA) auf. Bereits nach 40 Minuten war das Finale beendet. Die Weltranglistenzweite Lindsay Davenport gewann, als die Französin beim Stand von 6:2 wegen einer Oberschenkelzerrung aufgeben musste. In den letzten 21 Jahren gab es ein derart hochklassiges Endspiel auf europäischem Boden nur fünf Mal. Beim Porsche Tennis Grand Prix erlebten die Zuschauer ein Final-Match zwischen den beiden Top-Spielerinnen der Weltrangliste 2003 und 2004.

2005

Finale: Lindsay Davenport (USA) – Amélie Mauresmo (FRA) 6:2, 6:4
Siegerpreis: Porsche Cayman S
Preisgeld: 650.000 US Dollar

Jubiläum für Lindsay Davenport: Mit einem 6:2, 6:4 im Finale gegen Amélie Mauresmo feierte die Amerikanerin den 50. WTA-Titel ihrer Karriere. In einer Stunde und sechs Minuten wiederholte sie ihren Sieg vom Vorjahr, als sie ebenfalls gegen die Französin, die damals allerdings verletzungsbedingt aufgeben musste, gewonnen hatte. Für die Weltranglisten-Zweite war es nach 2001 und 2004 bereits ihr dritter Erfolg beim Porsche Tennis Grand Prix. Das weltweit große Interesse der Medien dokumentiert die hohe Zahl von rund 160 akkreditierten Journalisten, die über das Turnier berichteten.

2006

Finale: Nadia Petrova (RUS) – Tatiana Golovin (FRA) 6:3, 7:6
Siegerpreis: Porsche 911 Targa 4S
Preisgeld: 650.000 US Dollar

„Jetzt kann ich endlich so schnell fahren, wie ich aufschlage.“ Nadia Petrova war sichtlich angetan vom neuen Porsche 911 Targa 4S, den sie als Siegerin des Porsche Tennis Grand Prix gewonnen hat. In einem spannenden Finale setzte sich die Russin in der ausverkauften Porsche-Arena mit 6:3, 7:6 (4) gegen die starke Französin Tatiana Golovin durch. Mit diesem Sieg meldete sie sich nach vielen Verletzungsproblemen in der Weltspitze zurück. Für die erfolgreiche Premiere des Traditionsturniers in der neuen Porsche-Arena fand sie nur lobende Worte: „Dieses Turniers ist bei weitem das Beste, bei dem ich je gespielt habe. Ich habe jedes Spiel hier genossen.“

2007

Finale: Justine Henin (BEL) – Tatiana Golovin (FRA) 2:6, 6:2, 6:1
Siegerpreis: Porsche 911 Turbo Cabriolet
Preisgeld: 650.000 US Dollar

Justine Henin, die Weltranglistenerste aus Belgien, war auch beim Porsche Tennis Grand Prix die Nummer 1. In der ausverkauften Porsche-Arena gewann sie das Finale gegen die Französin Tatiana Golovin 2:6, 6:2, 6:1. „Im dritten Anlauf habe ich es endlich geschafft, den Porsche zu gewinnen“, sagte die Favoritin, die bereits 2001 und 2003 im Finale stand. Nachdem sie den ersten Satz überraschend abgeben musste, legte sie im zweiten Satz den Turbo ein und drehte das Match zu ihren Gunsten. Tatiana Golovin, die schon im Jahr davor erst im Finale gescheitert war, erwies sich als faire Verliererin: „Ich war heute nicht gut genug für den Porsche. Aber ich werde 2008 definitiv wieder kommen. Vielleicht klappt es ja auch bei mir im dritten Versuch.“

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